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Aktuell ist mit Wimbledon einer der wichtigsten und renommiertesten Tennisbewerbe überhaupt im Gange. Noch bis 15. Juli spielen sich die Profis auf dem Centre Court die Bälle zu. Anders als bei einem Fußballmatch fiebert der moderne Gentleman differenziert mit. Für Zuseher gelten bestimmte Verhaltensregeln beim Tennis Match, die sich stark von anderen Sportgroßereignissen unterscheiden. Phineas verrät, worauf es beim Tennis Knigge ankommt.
Absolute Stille
Wer schon mal ein Tennis Match im Fernsehen mitverfolgt hat, der weiß es ohnehin: Während des Ballwechsels ist absolute Ruhe angesagt. Auch wenn die Nerven noch so gespannt sind, lässt sich der moderne Gentleman nicht zu Zurufen, Klatschen oder Bewegungen hinreißen. Auch Sprechen und Husten sind verpönt. Die einzig erlaubte Bewegung ist das Verfolgen des Balles mit dem Kopf. Aufstehen, das Verlassen und das Betreten der Tribüne sind nur während eines Seitenwechsels nach ungeraden Spielen oder während der Pausen erlaubt. Zwischenrufe sind immer tabu.


Tennis ist ein überaus fairer Sport. Geklatscht werden sollte daher bei jedem guten Punkt, bei Fehlern wird nicht applaudiert. Handys müssen auf stumm geschaltet werden. Selfie-Sticks sind in Wimbledon verboten. Auf die Ränge darf man pro Peson eine Flasche Wein oder Champagner zu je 750 ml bzw. zwei Dosen Bier oder Cocktail à 500 ml mitbringen. Kühlboxen, Thermoskannen, Picknickkörbe und blickdichte Flaschen müssen draußen bleiben. Weil man mit etwas Glück für Wimbledon auch Tagestickets ergattern kann, aber früh dran sein muss, gibt es auch dafür einen eigenen Knigge: Wer die Schlange verlässt, hat 30 Minuten Zeit, um seinen Platz wieder einzunehmen. Ab 22 Uhr ist Nachtruhe, Grills dürfen nicht aufgestellt werden und wer zeltet, darf das maximal in einem Zwei-Personen-Zelt tun.
Dresscode für Wimbledon
Einen Funfact rund um den Wimbledon Dresscode kennen die meisten Menschen: Spieler müssen in Weiß spielen, von Kopf bis Fuß. Der gilt nicht für Gäste; sie haben ihren ganz eigenen Dresscode. Smart Casual wird erwartet. Das heißt: Herren kommen in Leinenanzügen, Chinos und Hemden. Sie tragen dazu elegante Schuhe, zum Beispiel Loafer aus Wildleder. Wer möchte, kann einen kleinen Hut tragen, Sonnenbrillen sind ebenfalls okay. Absolutes No Go für Wimbledon sind Sportshorts, Jeans, Sporttrikots, Shirts mit Statements, dreckige Schuhe und Hawaii-Hemden.


When in Doubt, wear Ralph Lauren. Denn das Modehaus ist bereits seit 30 Jahren offizieller Ausstatter des Turniers. Ein paar Dinge, die man vor dem ersten Besuch des Centre Court noch wissen sollte, verrät Phineas als Gentleman Guide natürlich ebenfalls: So sind die Ball Girls und Boys ebenso ikonisch wie die Erdbeeren mit Schlagsahne, die man hier gerne snackt. Zum Trinken reicht man traditionellerweise Pimm’s. Wer sich wirklich als Connoisseur positionieren möchte, spricht übrigens nicht von „Wimbledon“, sondern von „the Championships“.
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