Published: 1. September 2026
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In: Genuss

Woher kommt das Club Sandwich eigentlich? Vermutlich hat jeder moderne Gentleman zumindest einmal in seinem Leben die legendäre Speise bestellt – auch den Redakteuren von Phineas hat es bereits aus der ein oder anderen nächtlichen Hungerattacke geholfen – ohne dabei allerdings zwangsweise auf die Frage nach seinem Ursprung näher einzugehen. Und doch ist es mehr als bloßes akademisches Interesse, dass ein wenig Geschichtsforschung lohnend erscheinen lässt. Schließlich gibt es nur wenige Gerichte, die weltweit ähnlich bekannt und beliebt sind.

Die Anfänge des Club Sandwichs

Sandwich mit Fries
© Paris Marriott Champs-Élysées Hotel
Woher kommt das Club Sandwich
© Paris Marriott Champs-Élysées Hotel

Festzustehen scheint, dass das Club Sandwich seinen Siegeszug von der US-amerikanischen Ostküste aus angetreten ist. Eine der gängigen Theorien verortet den Beginn in den 1890er Jahren im Saratoga Club-House. Dieses befindet sich in Saratoga Springs, einer Stadt im Bundesstaat New York, die heute knapp 30.000 Einwohner zählt. Das Club-House ist bis in die Gegenwart unter dem Namen Canfield Casino eine beliebte Landmark der Region. In seinen Ursprüngen in den 1870er Jahren fungierte es als renommierter Gentlemens-Club mit eigenem Glücksspiel-Bereich. Und genau hier soll im Jahre 1894 alles begonnen haben. Ob allerdings der Club-Käufer Richard Canfield das Rezept mit in die Spielstätte brachte, oder sich der Küchenchef ein lukullisches Denkmal setzen konnte, wird wohl ewig ein Rätsel bleiben.

Woher kommt das Club Sandwich? Eine andere Theorie

Club Sandwich
The Ritz-Carlton, Berlin (c) Jackz Production
Aufgespießt
The Ritz-Carlton, Berlin (c) Jackz Production

Einer anderen These nach, handelt es sich beim Begriff „Club“ um ein Kurzwort. Das Akronym soll eigentlich für „Chicken and Léttuce under Bacon“ stehen. Damit wären zwar die klassischen Ingredientien des Sandwichs abgedeckt, eine nähere Erklärung für seine Entstehung kann aber nicht geliefert werden. Historisch einwandfrei belegbar ist allerdings der weitere Werdegang des Club Sandwichs. Der führte nämlich über die Grandhotels in wohl so ziemlich alle Häuser dieser Erde, die etwas auf sich halten. Und dient in diesen dabei durchaus auch als Gradmesser der gebotenen Qualität. Für viele Gäste ist die Order eines solcher Art vertrauten Gerichts ein essentieller Baustein des Hotel-Aufenthalts und bietet in wechselhaften Zeiten ein Stück Beständigkeit.

Das Club Sandwich verkörpert genau die Eigenschaften, die auch die internationale Hotellerie ausmachen: Es ist weltoffen, unkompliziert und gleichzeitig von hoher Qualität“, sagt Lukas Bachl, Executive Chef im The Ritz-Carlton, Berlin. „Gäste können sich unabhängig von ihrem Herkunftsland darauf verlassen, ein bekanntes und geschätztes Gericht vorzufinden. Dadurch schafft es Vertrauen und vermittelt ein Gefühl von Verlässlichkeit.“

Was sind die Zutaten eines Club Sandwichs?

Geröstetes Toastbroat, gebratene (!) Hühnerbrust, gegrillter Speck und aromatische Tomaten in Scheiben, dazu Senf und für all jene, die es nicht anders wollen, Mayonnaise. Das sind die simplen Zutaten, die für eine eindrucksvolle Mahlzeit sorgen können. Für alle, die sich selbst nicht zu den Puristen unter den Sandwich-Afficionados zählen, gibt es jedoch auch zahlreiche regionale Variationen. So serviert beispielsweise das München Marriott Hotel City West  mit dem Isar Club Sandwich eine Variante mit Dinkeltoast und Obazda, während das The Ritz-Carlton, Berlin  neben dem traditionellen Club Sandwich mit Prignitzer Maispoularde auch eine vegetarische Version mit mariniertem und gegartem Sellerie offeriert.

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11. September 2026 at 14:39

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