Published: 15. Juni 2026
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In: Genuss

Der moderne Gentleman hat einen Lieblings-Champagner. Wenn es kein spezifisches Produkt eines Winzers ist, so steht zumeist doch zumindest die Sorte fest. Und das ist gut so. Schließlich sind die Möglichkeiten zahlreich und die Unterschiede oft markant. Phineas gibt auch Antwort auf die Frage: Was ist ein Blanc-de-Blancs? Denn der wird immer beliebter. Aber worauf gilt es darüber hinaus noch zu achten und was sind die Haupt-Charakteristika, die bei Champagner für Abwechslung im Glas sorgen?

Die Dosage

Die Menge an Gramm Zucker pro Liter Alkohol. Sie gibt die Richtung vor. Weltweit die Nase vorn hat ganz klar der Brut-Champagner, der mit zwischen 6 und 12 Gramm Restzucker pro Liter als recht trocken gilt. Sehr trocken ist der Extra Brut, der nur noch bis max 6 Gramm Restzucker pro Liter aufweist. Auf der anderen Seite der Skala findet sich der eher selten ausgeschenkte Doux, der mit mehr als 50 Gramm Restzucker sehr süß ausfällt. Dazwischen nehmen der Demi-sec mit 32 bis 50 Gramm bzw. der Sec mit 17 bis 32 Gramm die Plätze ein.

Was ist ein Blanc-de-Bancs
© Alexander Naglestad via unsplash
Was ist ein Blanc-de-Bancs
© Alexander Naglestad via unsplash

Was ist ein Blanc-de-Blancs – oder warum die Farbe wichtig ist

Beim Blanc-de-Blancs Champagner handelt es sich um einen weiß gekelterten Champagnerwein, der ausschließlich aus Chardonnay-Trauben produziert wird. Seine charakteristischen Merkmale sind seine Frische und Eleganz. Im Vergleich zum Blanc-de-Noirs ist er deutlich leichter und mit feiner Säure ausgestattet. Letzterer besticht dagegen mit kraftvollen Aromen, milderer Säure, dunklerer Farbe und wird überwiegend aus Pinot Noir Trauben gewonnen.

Was ist ein Blanc-de-Bancs
© BDB Billecart-Salmon
Was ist ein Blanc-de-Bancs
© BDB Billecart-Salmon

Einen bemerkenswerten Vertreter der weißen Variante stellt Billecart-Salmon’s Le Blanc de Blancs dar. Gekeltert ausschließlich aus den Trauben der Grand-Cru-Dörfer der Côte des Blancs – Avize, Chouilly, Cramant und Le Mesnil-sur-Oger, gelingt es den Winzern, der ganzen Reinheit des Chardonnays Ausdruck zu verleihen und einen dynamischen Champagner zu erschaffen. Wer hingegen auf der Suche nach einem tollen Blanc-de-Noirs ist, der ist vor allem bei den Traditions-Häusern Krug und Bollinger gut aufgehoben.

Jahrgangs-Schampus, oder nicht?

Die überwiegede Mehrheit der abgefüllten Champagner-Menge kommt ohne Jahrgangsbezeichnung auf den Markt. Wir sprechen hier von gut und gerne 80 % des jährlich produzierten Volumens. Nur die besten Lesen finden in sogenannten Millésimé Niederschlag und dann auch nur in stark begrenzten Mengen. Als begehrte Sammlerobjekte erreichen sie teils astronomische Summen. Wahre Kenner sind aber davon überzeugt, dass auch die hohen Preise gerechtfertigt sind. Fest steht jedenfalls, einen guten Jahrgangschampagner trinkt auch der moderne Gentleman nicht aller Tage.

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