Phineas Redaktion
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Published: 18. Juli 2026
Read: 4 min
In: Lifestyle

Im späten Frühling und im Sommer erleben Hochzeiten ihre Hochzeiten. Zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr sagen Verlobte häuiger „Ja“ zueinander. Der moderne Gentleman kommt dann nicht umhin, sich Gedanken rund um das Benehmen als Hochzeitsgast zu machen. Phineas verrät, mit welchen Manieren der Herr von Welt garantiert für einen positiven Eindruck sorgt.

Der elegante Auftritt

Hochzeiten sind (für alle Beteiligten) eine teure Angelegenheit. Es ist daher nur fair, dem Brautpaar Respekt zu zollen, indem man auf seine Wünsche eingeht. Gibt es beispielsweise ein Hochzeitsthema oder einen Dresscode, hält sich der moderne Gentleman daran. Auch wenn das heißt, dass er im Jedi-Ritter-Kostüm zur Star Wars Themenhochzeit geht. Erfordert der Dresscode eine bestimmte Farbe oder sieht beispielsweise Black Tie, also Smoking, fügt sich der moderne Gentleman. Schließlich soll es der schönste Tag im Leben der Verliebten sein. Da möchte man nicht durch unpassende Kleidung auffallen. Selbst fühlt man sich auch wohler, wenn man nicht im negativen Sinne aus der Masse hervorsticht und dadurch das Zentrum der Aufmerksamkeit wird.

Ist kein Dresscode vorgegeben, ist man mit einem dunkelblauen Anzug, einem weißen Hemd (langärmelig!), passendem Gürtel und Schuhen in der Farbe des Gürtels gut beraten. Ein Einstecktuch und eine Krawatte runden das Outfit ab. Profi-Tipp: Wer zuvor die Farben der Deko erfragt, zeigt besonderen Geschmack, wenn er darauf Einstecktuch und Krawatte abstimmt. Kommt der Gentleman in Begleitung, kann er in der Krawattenfarbe und beim Einstecktuch die Kleidungsfarbe seiner Begleitung aufnehmen. Es ist ein absolutes No-Go, kurzfristig abzusagen oder nicht zu erscheinen.

Was schenkt man zur Hochzeit?

Im Idealfall steht auf der Einladung bereits, womit das Brautpaar eine Freude hat. So unromantisch das auch klingt: Meistens ist das einfach Geld. Durchaus nicht unüblich ist, dass eine Kontonummer vermerkt ist, auf die man ganz einfach überweisen kann. Für das Brautpaar ist das am praktischsten. So müssen sie sich nicht mit der Entgegennahme und sicheren Verwahrung der Geschenke während der Hochzeit herumschlagen. Die Höhe des Geldbetrags sollte so gewählt sein, dass sie zumindest den eigenen Konsum (Essen + Getränke) abdeckt. Je nach Location und Umfang können das so von etwa € 120,– pro Person aufwärts sein. Ein wenig kommt es auch auf den Beziehungsgrad an. Enge Freunde schenken mehr als Kollegen, Eltern mehr als Geschwister, Verwandte aber mehr als Nicht-Verwandte.

Hochzeitsgast Benehmen
© Victoria Priessnitz, Unsplash
Benehmen als Hochzeitsgast
© Victoria Priessnitz, Unsplash

Einwandfreie Manieren

Selbstverständlich kommt der moderne Gentleman pünktlich. Und damit ist gemeint: Mindestens eine Viertelstunde vorher. So kann er Parkplatz suchen, noch eine rauchen und seinen Platz einnehmen, ohne dass daraus ein sportlicher Endspurt wird. Bereits Anwesende begrüßt er je nach Bekanntschaftsgrad formell mit Handschlag. Dass während der Zeremonie das Handy aus und die Aufmerksamkeit auf dem Brautpaar bleibt, ist selbstverständlich. Auch wenn es sich um eine kirchliche Trauung handelt und der Pfarrer beschlossen hat, eine Stunde lang zu predigen. Die Aussicht aufs Essen und auf Getränke sollte Grund genug sein, durchzuhalten.

Gentleman, die selten Anzug tragen, vergessen oft auf die Sakko-Regel. Die besagt nämlich, dass das immer geschlossen sein muss – außer, man sitzt. Wer sein Gentleman-Wissen und seine eleganten Manieren vollends unter Beweis stellen möchte, kennt natürlich auch das korekte Benehmen als Hochzeitsgast beim Essen: Das Sakko darf erst ausgezogen werden, wenn auch der Bräutigam sein Sakko abgelegt hat. Und wenn es noch so heißt ist.

Benehmen als Hochzeitsgast
© Al Elmes, Unsplash
Benehmen als Hochzeitsgast
© Al Elmes, Unsplash

Stimmungsvolle Feierlichkeit

Weil eine Hochzeit nunmal eine Ausnahmeerscheinung im Leben jedes Paares ist, ehrt der Mann von Welt diesen Tag, in dem er über seinen eigenen Schatten springt. Er macht bei Spielen mit, ist nicht abwesend, wenn es ums Fotos Machen geht, er flieht nicht, wenn (langweilige) Reden am Programm stehen und zeigt sich allgemein von seiner besten Seite. Dazu gehört auch, dass er seine Alkhol-Limits kennt und nicht aus Versehen die Schwiegermutter betatscht, weil er in Glas zuviel hatte. Konflikte und schwierige Themen vermeidet der Herr von Welt. Religion, Finanzen, peinliche Geschichte und Exfreundinnen des Bräutigams sind Tabu.

Nähert sich der Abend seinem Ende, geht es ans Verabschieden. In der Regel reicht es, wenn sich der Hochzeitsgast vom Brautpaar verabschiedet. Dabei vergisst er nicht, sich zu bedanken. Von jenen, mit denen man den Tisch geteilt hat oder sich mehr unterhalten hat, verabschiedet man sich ebenfalls, man muss aber nicht die gesamte Hochzeitsgesellschaft durchmachen. Profi-Tipp: Wer dem Brautpaar den Tag erleichtert anstatt ihn zu verkomplizieren, bleibt lang dankbar in Erinnerung. Ehrliche Komplimente, Hilfe beim Aufräumen, eine Runde spendierter Drinks – das sind Kleinigkeiten, die Freude bereiten.

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