Published: 6. Juni 2026
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In: Finanzen

Klar, die Kryptowährung wurde schon gefühlte 123.956 Mal für tot erklärt. Und doch ging es nach großen Kursrückgängen immer wieder aufwärts. Gerade die Volatilität lockte Anleger und rief Kritiker gleichsam auf den Plan, schließlich definiert sich ein Wertspeicher im klassischen Sinne anders. In den vergangenen Jahren trat mit Michael Saylor und seinem Geschäftsmodell ein spannender Markteilnehmer ins Rampenlicht, der einiges verändert haben könnte. Ist es für den modernen Gentleman also ratsam jetzt zu kaufen, oder ist Bitcoin am Ende und diesmal wirklich alles anders?

Wer ist Michael J. Saylor?

Der 1965 geborene US-amerikanische Unternehmer ist Mitbegründer und Executive Chairman von StrategyInc, das aus MicroStrategy hervorgegangen ist. Ursprünglich lag das Tätigkeitsfeld des Betriebs in der Softwareentwicklung und im Datamining. Durchaus erfolgreich, wie man sagen darf. So erfolgte der Börsegang bereits Ende der 1990er Jahre und machte Saylor zu einem der wohlhabendsten Männer der Region. Unumstritten allerdings war er nie. So verglich er sich im Jahr 2000 wegen der Angabe falscher Finanzergebnisse mit der SEC und zahlte dafür eine persönliche Entschädigung in Höhe mehrerer Millionen Dollar. Und auch seine Haltung zu den Covid-Maßnahmen war reichlich kontroversiell.

Bitcoin
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Kryptowährung
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Was hat StrategyInc mit Bitcoin zu tun?

Im Jahr 2020 machte Saylor Bitcoin zunächst zur zentralen Reservewährung des Unternehmens. In weiterer Folge lag und liegt der Unternehmszweck in der Akkumulation von mehr Bitcoin. Erreicht werden soll dieses Ziel durch Fremdkapital, Aktienemissionen und die Ausgabe von Vorzugsaktien (STRC). Und letztere könnten sich als wunder Punkt des Systems erweisen. Denn um die verlockenden, monatlich ausbezahlten Dividenden von 11,5 % zu ermöglichen, benötigt das Unternehmen langfristig steigende Bitcoin-Kurse. Da die Aktie STRC im Idealfall stabil um 100 Dollar notieren sollte, benötigt man für die Dividenden-Ausschüttung Quellen, und die können sich eigentlich nur aus der eigenen BTC-Reserve oder Strategy-Aktien speisen. Diametral zur wiederholten Ankündigung Saylors niemals verkaufen zu wollen („never selling“), sah sich StrategyInc Ende Mai 2026 doch gezwungen die eigentlich relativ kleine Menge von 32 BTC zu verkaufen. Was folgte, war ein, auch durch andere Umstände befeuerter, drastischer Kursverfall der Kryptowährung ebenso, wie der Aktienkurse des Nasdaq-notierten Unternehmens.

Ist Bitcoin am Ende?
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Fallende Kurse
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Ist Bitcoin am Ende?

Zwar fürchten viele Fachleute und Brancheninsider, dass der erstmalige Verkauf Saylors nur die Speerspitze war. In Folge könnte er nämlich zu weiteren Verkäufen gezwungen sein und somit eine Kaskade auslösen. Vergleiche mit Luna und Ust werden laut. Als im Jahr 2022 die beiden zusammenhängenden Krypto-Produkte ihren eigenen Preisverfall mittels Hebelwirkung noch beschleunigten und zu einem Schaden in Höhe von dutzenden Milliarden Dollar führte, kam dies einem Schlag in die Magengrube vieler Anleger gleich. Doch auch wenn sich dieser Fall ähnlich wiederholen sollte, ist es ziemlich sicher nicht das Ende aller Krypto-Tage. Zu groß wurde die Industrie in den vergangenen Jahren und zu resilient die Szene. Ein mittelfristiger Krypto-Winter scheint allerdings nicht unwahrscheinlich.

Ist Bitcoin am Ende?
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BTC und ETH
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Was die Zukunft an den Märkten bringt, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen, weshalb die obigen Zeilen auch keinen financial advise darstellen wollen, sondern bloß der Übersicht dienen sollen.

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